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xCloud

Was taugt der neue Spiele-Streaming-Dienst von Microsoft?

Microsoft xCloud Mobile Gaming: Junge mit Smartphone sitzt draußen
Microsoft erweitert sein Angebot und zielt dabei auf Mobile-Gaming-KundenFoto: Getty Images

Am 15. September geht Microsofts Spiele-Streaming-Dienst xCloud an den Start. TECHBOOK checkt das neue Angebot.

Mobile Gaming ist auf dem Vormarsch und das nicht erst seit gestern. Microsoft geht nun den Schritt und macht über Cloud-Gaming die Übertragung hochwertiger Xbox- und PC-Spiele aufs Smartphone möglich. Nutzer konnten den Dienst als „Project xCloud“ seit einigen Wochen in der Beta-Version testen. Zum 15. September startet das Streaming-Angebot offiziell in 22 Ländern in Nordamerika, Europa und Asien.

Voraussetzungen für Microsofts xCloud

Der Dienst wurde bereits im Oktober 2018 angekündigt und im März 2019 gab es bereits eine erste Demo mit dem hauseigenen Titel „Forza Horizon 4“, das mit einem Xbox-Controller über ein Smartphone gespielt wurde. Möglich macht das auf dem Einsatz einer Cloud basierenden Technik.

Mobile Endgeräte sind nämlich eigentlich nicht leistungsfähig genug, um für PC oder Konsolen konzipierte Spiele zu zocken. Rechenleistung und Speicherplatz reichen dafür in der Regel nicht aus. Bei sogenanntem Cloud-Gaming werden die Spiele auf Microsoft-Servern berechnet und dann auf das Mobilgerät gestreamt; so kommt die benötigte Rechenleistung von den Servern – und nicht vom Smartphone.

Nutzer brauchen dafür ein aktuelles Smartphone, das mindestens über Android 6.0 und Bluetooth 4.0 verfügt, sowie einen kompatiblen Controller und eine Xbox-Game-Pass-App mit Ultimate-Mitgliedschaft. Das Abonnement kostet 12,99 Euro im Monat und umfasst neben der Möglichkeit des mobilen Streamings diverse Rabatte und Angebote sowie exklusive Add-Ons.

Spiele zum Start

Microsoft hat im Vorfeld eine vollumfängliche Liste der zum Start des Dienstes zur Verfügung stehenden Titel veröffentlicht, darauf stehen über 170 Titel. Darunter sind auch einige echte Highlights:

  • A Plague Tale: Innocence
  • Battletoads
  • Destiny 2
  • Forza Horizon 4
  • Gears of War (1, 4 und 5)
  • Goat Simulator
  • Grounded
  • Halo 5: Guardians
  • Hellblade: Senua’s Sacrifice
  • Metro 2033 Redux
  • Middle Earth: Shadow of War
  • Mortal Kombat X
  • Mount & Blade: Warband
  • My Time At Portia
  • NieR:Automata
  • Pillars of Eternity
  • Tell Me Why
  • The Elder Scrolls Online
  • The Witcher 3: Wild Hunt
  • World War Z

Diese Liste soll aber auch ständig aktualisiert und ergänzt werden. Grafisch liegen diese Spiele natürlich über dem Niveau regulärer Mobile Games, die speziell für mobile Endgeräte entwickelt oder angepasst wurden. Microsoft nennt als Voraussetzung für einen reibungslosen Stream deshalb auch mindestens eine 5-GHz-WLAN-Verbindung oder eine mobile Datenverbindung mit 10 Mbit/s (nur mit 4G/LTE und 5G möglich).

Vorerst nicht für Apple-Nutzer

Zwar konnte man im Februar 2020 noch eine Vorschau des Dienstes für Apple-Geräte sehen. Aufgrund der strengen App-Store-Richtlinien werden Apple-Nutzer aber fürs erste auf Microsoft xCloud verzichten müssen. Zwar hat der Konzern seine Richtlinien so angepasst, dass eine Nutzung mit separaten Downloads für jedes Spiel möglich ist. Das wurde von den Microsoft-Entwickler stark kritisiert, die den Dienst als Gesamtpaket anbieten wollen und Apples Vorgabe als „schlechtes Nutzerlebnis“ beschreiben. Derzeit prüft Microsoft jedoch die Machbarkeit einer xCloud-Umsetzung unter Apples Vorgaben.