Deutschland weit abgeschlagen!

In welchen Ländern das Internet am schnellsten ist

Mensch hält LAN-Kabel, aus dem WLAN-Signale kommen
Egal, ob per WLAN oder LAN, in Deutschland muss man sich mit vergleichsweise geringen Internetgeschwindigkeiten begnügen
Foto: Getty Images

Egal, ob 4G oder Glasfaser: Hierzulande läuft die Abdeckung mit schnellem Internet nur schleppend voran. Wie schleppend, das zeigen Geschwindigkeitsindizes immer wieder. Dieses Jahr ist Deutschland weiter ins Hintertreffen geraten und hat mehrere Plätze verloren.

Die Internetverbindung lahmt bei Ihnen wieder? Vielleicht sollten Sie einmal ans Auswandern denken. Denn es gibt viele Länder, die in Sachen Internet wesentlich schneller unterwegs sind als die Deutschen. Ookla, das Unternehmen hinter der Seite „Speedtest.net“, mit der man seine Internetgeschwindigkeit auf dem Smartphone und PC messen kann, wertet jeden Monat Millionen von Testergebnissen aus und veröffentlicht eine Statistik. Diese trägt den Namen „Speedtest Global Index“, ist aufgeteilt in Breitband und mobiles Internet und zeigt Monat für Monat die Gewinner und Verlierer im Geschwindigkeits-Ranking.

177 Länder verglichen

Ookla sammelt jeden Monat Hunderte Millionen von Datensätzen, die für den Speedtest Global Index aufbereitet werden. Seit erstem Januar 2019 muss jedes Land mindestens 300 einzelne Nutzer verzeichnen, um in den Index aufgenommen zu werden. Davor waren die Hürden etwas höher mit mindestens 670 einzelnen Nutzer für mobiles Internet und 3333 für den Breitbandtest.

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Der Test ist über die Seite Speedtest.net auf fast allen Geräten erreichbar und wird als App für iOSAndroidmacOSWindowsGoogle Chrome und Apple TV, angeboten

Wie viel Internet-Geschwindigkeit brauche ich wirklich?

Der Vergleichsindex gibt Aufschluss darüber, was die einzelnen Länder für schnelleres Internet tun. Platzierungsveränderungen werden mit Pfeilen nach unten oder oben und der Anzahl der Plätze angegeben. In der Übersicht wird nur die Downloadgeschwindigkeit angegeben, klickt man aber auf ein bestimmtes Land, wird auch die Uploadgeschwindigkeit angezeigt. Außerdem kann man hier sehen, wie sich die Geschwindigkeit seit Beginn der Aufzeichnungen durch Ookla verändert hat.

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Deutschland weit abgeschlagen

Für viele dürfte es keine Überraschung sein, aber es ist immer wieder erschreckend: Deutschland liegt beim Breitband weder in den Top Ten noch den Top 20 und hat es erst letzten Monat wieder in die Top 30 geschafft! Im letzten Jahr noch auf Platz 25, ist es 2019 weiter abgerutscht. Bei mobilem Internet sieht die Situation noch schlechter aus, hier ist Deutschland nicht mal unter den ersten 40 gelandet. Zwar ist die Geschwindigkeit sowohl bei mobilem als auch Breitbandinternet kontinuierlich gestiegen, aber nur in sehr kleinen Sprüngen. Betrachtet man die Zuwächse in Südkorea im Vergleich, wird deutlich, wie langsam der Ausbau in Deutschland voranschreitet. Diese Grafiken sollten Aufschluss darüber geben:

Deutschland Speedtest Ookla Feb 2019

So schneidet Deutschland beim Speedtest ab | Quelle: Ookla, Stand: 2/2019

Südkorea Speedtest Ookla Feb 2019

So schneidet Südkorea beim Speedtest ab | Quelle: Ookla, Stand: 2/2019

Beim mobilen Internet ist Norwegen weiterhin auf Platz eins, Kanada hat den Vorreiter jedoch fast eingeholt. Fünf weitere europäische Länder sind unter den Top Ten zu finden, Deutschland hingegen liegt weit abgeschlagen auf Platz 43 und muss sich unter anderen Moldawien geschlagen geben.

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Hier sind die Top Ten bei mobilem und Breitbandinternet

Ookla speed test feb 2019

Quelle: Ookla

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TECHBOOK meint

„Egal, was Internetanbieter hierzulande über den voranschreitenden Ausbau behaupten – es ist der internationale Vergleich, auf den es ankommt. Und hier schneidet Deutschland grottenschlecht ab. Es gibt zwar auch andere Länder wie etwa Italien und UK, die ebenfalls langsam im Internet unterwegs sind, aber das ist keine Entschuldigung. Deutschland sollte sich an Vorbildern wie Südkorea, Monaco und – ja, auch Rumänien und Ungarn orientieren. Aber solange es statt Mobilfunknetz-Kleinstaaterei kein nationales Roaming gibt und die Telekom mit „Supervectoring“ versucht, ihren Kunden mehr Leistung zu verschaffen, ist keine Besserung in Sicht.“ – Adrian Mühlroth, Redakteur

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