Gruselig

Diese 6 Dinge hat Bill Gates bereits 1999 vorausgesagt

Bill Gates grinst
Bill Gates soll rund 90 Milliarden US-Dollar besitzen. Gemeinsam mit seiner Frau engagiert er sich für ärmere Menschen mit der „Bill & Melinda Gates Foundation“.
Foto: Getty Images

Facebook, Preisvergleichsportale, intelligente Werbung - alles Technologien, die für uns heutzutage fest zum Alltag gehören. 1999 hätten die meisten Menschen das alles für Science Fiction gehalten, aber Microsoft-Gründer Bill Gates sah sie bereits kommen.

Im Jahr 1999 publizierte Bill Gates, der Gründer von Microsoft, sein Buch „Business @ the Speed of Thought” und gab Lesern darin diverse Tipps zur Unternehmensführung und Weiterentwicklung von Produkten.

Wie sich nicht einmal 20 Jahre später zeigt, lag Gates verblüffenderweise mit fast allem richtig. Der Wirtschaftsstudent Markus Kirjonen stellte in seinem mittlerweile offline genommenen Blog einige Zitate aus Gates‘ Buch vor, die sich genauso oder teilweise bewahrheitet haben. TECHBOOK hat die faszinierendsten sechs für Sie zusammengefasst.

1. Soziale Medien

„Es werden sich private Webseiten etablieren, die euren Freunden und Familien erlauben werden, miteinander zu chatten und Veranstaltungen zu planen”, schrieb der Visionär im Jahr 1999. Vier Jahre später wurden die drei großen Projekte Myspace, LinkedIn und WordPress ins Leben gerufen.

Nachdem diese in kürzester Zeit hunderttausende Nutzer generieren konnten, öffnete 2004 Facebook seine Pforten zunächst für Studenten und entwickelte sich in den darauffolgenden Jahren mit Milliarden Nutzern zur größten Social Media-Plattform aller Zeiten. Es folgten viele weitere wie YouTube, Instagram, Tumblr und Snapchat.

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2. Smartphones

„Die Menschen werden kleine Geräte mit sich herumtragen, die es ihnen ermöglichen werden, ständig untereinander in Kontakt zu bleiben und von überall aus ihre Angelegenheiten elektronisch zu erledigen. Sie werden in der Lage sein, die Nachrichten zu verfolgen, Flüge zu sehen, die sie gebucht haben, Informationen von den Finanzmärkten zu erhalten und alles andere auf diesen Geräten zu tun”, heißt es im Buch.

Das Smartphone löste Ende der 2000er das klassische Handy  ab. Den gravierenden Unterschied bildete, neben den hochauflösenden Touch-Bildschirmen, das eigene Betriebssystem, das den Nutzern erlaubte, eine Vielzahl an Anwendungen zu installieren. Heutzutage gibt es fast zu jedem Bedürfnis eine App.

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3. Preisvergleichsportale

„Es werden automatisierte Preisvergleichsdienste entwickelt, die Nutzern erlauben, Preise von vielen Seiten zu überblicken, sodass es mühelos möglich ist, das günstigste Produkt für alle Branchen zu finden”, sagte Bill Gates voraus. Bereits im selben Jahr stellte das Unternehmen Check24 eines der ersten Vergleichsportale in Deutschland online, damals noch für KFZ-Versicherungen.

Heute gibt es hierzulande zahlreiche Portale. Die meisten davon gelten als „White-Labels”, was bedeutet, dass der Betreiber die Preisdaten vom Anbieter persönlich erhält. Neben dem Preisvergleich bieten viele Portale den Nutzern an, sich Profile für bessere Suchen zu erstellen, andere Käufer-Meinungen einzuholen und zusätzliche Fakten wie Lieferzeit und Nachhaltigkeit mit in die Kaufentscheidung einzubeziehen.

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4. Personalisierte Werbung

„Die Geräte werden über intelligente Werbung verfügen. Sie werden eure Kaufpräferenzen kennen und Anzeigen schalten, die auf eure Präferenzen zugeschnitten sind”, so der Microsoft-Gründer. Während Unternehmen in den späten 90ern ihre Werbung nur auf Zeitungs-Websites schalten konnten, begann 1997 GoTo.com als erster Betreiber, gezielt Anzeigenplatz auf verschiedenen Websites zu verkaufen.

Mit dem Leistungsanstieg der Computer und der Möglichkeit, den Datenverkehr zu überblicken und zu lenken, konnten Unternehmen viele verschiedene Targeting-Methoden entwickeln, um bestimmte Werbungen zum richtigen Kunden zu bringen. Hierbei werden für die optimale Adressierung über die Suchgewohnheiten und die Social Media-Aktivitäten genaue Profile über den Kunden erstellt.

5. Online-Jobvermittlung

1999 schrieb Gates: „In ähnlicher Weise können Arbeitssuchende in der Lage sein, online Stellen zu finden, indem sie ihre Interessen, Bedürfnisse und speziellen Fähigkeiten angeben.” 2003 wurde das Unternehmen LinkedIn gegründet, das heute mit 500 Millionen Nutzern zum größten Jobnetzwerk der Welt gehört.

Die Nutzer laden ihre individuellen Lebensläufe und Profile hoch, um darüber geeignete Jobs zu finden, können aber auch von Unternehmerseite aus kontaktiert werden. Bis auf in China und Russland kann der Service überall auf der Welt genutzt werden.

6. Smart Home

„Die ständige Video-Überwachung eures Hauses wird sich allgemein etablieren und euch darüber informieren, wenn euch jemand in eurer Abwesenheit besucht”, hielt Gates bereits 1999 für keine entfernte Science-Fiction mehr. Darüber hinaus sagte er, dass „persönliche Unterstützer entwickelt werden, die alle eure Geräte miteinander verbinden und synchronisieren, egal ob diese zu Hause oder auf der Arbeit sind, sodass unter ihnen ein Datenaustausch möglich ist.”

Gates nach sei es auch denkbar, dass ein Benutzer sein Heim-Gerät bei einem Einkauf in der Stadt miteinbeziehen kann, beispielsweise bei der Zubereitung einer Mahlzeit, indem es eine Einkaufsliste zusammenstellt und alle Küchengeräte auf das Kochen vorbereitet. Mit diesen Aussagen beschreibt Gates hier, ohne es zu wissen, das Phänomen des intelligenten Heims.

Eine permanente Video-Überwachung bietet zum Beispiel das Unternehmen Dropcam an. Google Now und Nest liefern das System, das die Geräte miteinander vernetzt und kommunizieren lässt. In unserem Smart Home-Artikel stellen wir noch weitere Services und Funktionen vor.