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Luftreiniger

Dyson Pure Cool: Der smarte Luftreiniger im Test

Der neue Luftreiniger "Pure Hot+Cool Link" von Dyson sorgt für saubere Luft in geschlossenen RäumenFoto: Dyson

Zu den größten Pop-Mythen zählt das angebliche Sauerstoffzelt von Michael Jackson. Das klang in den 1980ern nicht nur völlig irre, sondern irgendwie auch extrem gesund. Nun kann sich jeder zu Hause mit sauberer Luft versorgen. Wir haben uns das neue Luxusmodell Dyson Pure Cool mit WLAN und App-Bedienung genauer angeschaut.

Fitness, Wellness, Gesundheit – diese drei Themen bestimmen das Leben vieler Großstädter. Doch ausgerechnet das Leben in einer Metropole ist nicht unbedingt das, was wir uns unter gesund vorstellen. Von grünen Bergen oder Meeresbriesen können Großstädter im Alltag meist nur träumen. Stattdessen plagt sie vor allem ein Problem: schlechte Luft. Insbesondere wenn man im Stadtzentrum oder an einer stark befahrenen Straße wohnt, hat man beim Fensteraufreißen und Lüften der Wohnung immer ein ungutes Gefühl. Für Allergiker ist es noch mal eine schwierigere Geschichte.

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Dyson hat dieses Problem erkannt und einen Luftreiniger entwickelt, der 99,95 Prozent aller Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikron, also einem tausendstel Millimeter, entfernt. Er filtert nicht nur Pollen, Schimmelpilzsporen und Feinstaub, sondern auch Gerüche, gasförmige Schadstoffe, Tabakrauch und sogar Allergene und Bakterien aus der Luft. Weil das ziemlich genial klingt, haben wir es selbst ausprobiert.

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Mit seinem puristischen Design passt der Dyson Pure Hot+Cool Link ideal zu modernen Wohnungseinrichtungen. Foto: Martin Lewicki

Ein großes Loch statt Rotorblättern

Es gibt den Dyson Pure Cool Link, der als Luftreiniger und Ventilator dient, und ganz neu von der IFA den Pure Hot+Cool Link, der zusätzlich über eine Heizfunktion verfügt. Wir haben das neuere Gerät ausprobiert. Der erste Eindruck: Es ist überraschend kompakt. Gerade mal 63 cm hoch und mit einem Durchmesser von 22 cm trägt es nicht zu dick auf. Das Design ist minimalistisch und fügt sich optimal in moderne Einrichtungen ein.

Was zudem sofort auffällt: Das Ding hat keine Rotorblätter wie ein üblicher Ventilator, stattdessen klafft dort ein großes Loch. Aber wo kommt bitte der Luftstrom her? Dyson hat hierfür die sogenannte Air-Multiplier-Technologie entwickelt. Dabei wird die Luft durch den Schlitz im Luftring beschleunigt. Dieser wird dann über eine Schräge geführt, die die Richtung des Luftstroms kanalisiert und so für eine starke, gleichmäßige Verteilung sorgt. Klingt kompliziert, funktioniert aber genial gut.

Steuerung von überall per Smarthone-App

Das Beste ist aber die Steuerung des Gerätes per Smartphone-App. Dazu muss man es ins WLAN-Netzwerk der Wohnung einbinden. Dann wird man Schritt für Schritt von der App geleitet, bis das Gerät online ist. Nun lassen sich alle Funktionen des Luftreinigers per Smartphone, und zwar von überall, wo man Internet hat, bedienen. Die beiliegende Fernbedienung braucht man also nicht mal auszupacken.

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Mit seinen kompakten Maßen (59,5×20,4×20,4 Zentimeter) fällt der Dyson-Luftreiniger nicht so stark auf wie etwa ein Standlüfter. Foto: Martin Lewicki

Die Dyson-App zeigt nicht nur die Aktivität des Luftreinigers an, sondern auch die Luftqualität in der Wohnung. Diese wird über Sensoren in dem Gerät ermittelt. Und auch die Luft außerhalb der Wohnung wird analysiert. Dazu muss man seinen Standort eingeben und die Daten werden von dem Luftmessdienst „Breezometer“ abgerufen. Tatsächlich macht die App geradezu süchtig. Zum einen, weil man die Luftqualität außerhalb der Wohnung erfahren möchte, zum anderen, weil es ein beruhigendes Gefühl ist, zu sehen, dass die Luft in den eigenen vier Wänden meistens deutlich besser ist.

Nun zur Funktionsweise: Der Dyson Pure Hot+Cool Link lässt sich manuell oder vollautomatisch steuern. Im manuellen Modus kann man die Luftstromstärke von 1 bis 10 regulieren. Die Temperatur kann bei der Heizfunktion von 1 bis 37 Grad eingestellt werden, den Luftstrom kann man fokussieren oder breit streuen sowie eine Drehbewegung des Luftrings aktivieren.

Der Dyson läuft vollautomatisch und leise

Besonders angenehm ist der Nachtmodus. Dabei wird das Display des Gerätes stark gedimmt, sodass es nachts nicht stört. Die Luftstromstärke wird auf maximal Stufe vier begrenzt. In unserem Test hat sich der Modus als derart angenehm herausgestellt, dass wir ihn permanent in Verbindung mit dem Auto-Modus aktiviert haben. So muss man sich um nichts mehr kümmern und der Dyson arbeitet dabei leise und sparsam.

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LEDs auf der Vorderseite stellen nur einfachste Funktionen dar. Mehr Steuermöglichkeiten gibt‘s per App. Foto: Martin Lewicki

Apropos leise. Tatsächlich ist das Gerät auf ein niedriges Betriebsgeräusch hin optimiert. So kann man es selbst nachts im Schlafzimmer laufen lassen, ohne dass es stört. Nur sehr geräuschsensible Menschen könnten es als unangenehm wahrnehmen. Zudem sorgt der Nachtmodus für eine geringe Stromaufnahme von maximal zehn, minimal drei Watt in unserem Test. Im leichten Betrieb auf Stufe eins kommt der Dyson auf etwa sechs Watt.

Das Gerät enthält einen Hepa-Filter aus feinen Glasfasern und hat im ausgebreiteten Zustand eine Fläche von 1,1 Quadratmetern. Eine zweite Filterschicht aus Aktivkohlegranulat filtert Gerüche und gasförmige Schadstoffe, wie zum Beispiel Farbdämpfe, aus der Luft und schließt sie ein. Am Gerät wird angezeigt, wenn der Filter gewechselt werden muss. Das hängt davon ab, wie sehr die Luft verschmutzt ist und wie viele Stunden Reinigungsleistung erbracht wurden. In unserem Test verkürzte sich innerhalb einer Woche die Filterlebensdauer um 56 Stunden. Insgesamt wird sie mit 4300 Stunden angegeben. Der Filter müsste also locker ein Jahr durchhalten, bevor man sich einen neuen für 59,90 Euro zulegen muss.

Diese Alternativen gibt es

Der Markt für Luftreiniger ist mittlerweile sehr groß und bietet für jeden Geldbeutel etwas. Ein vergleichbares Modell zum Dyson ist der Rowenta Intense Pure Air XL. Er hat einen ähnlichen Funktionsumfang und verfügt zudem über Stimmungslicht. Ihn gibt es schon ab etwa 280 Euro bei Online-Händlern. Allerdings lässt er sich nicht bequem über WLAN steuern und kontrollieren. Diese Funktion fehlt auch dem Philips AC4080/10. Dafür dient er zusätzlich als Luftbefeuchter und ist ab etwa 300 Euro erhältlich.

Wir testen aktuell für euch den @Dyson Hot+Cool. Wie findet Ihr den 600 Euro teuren Luftreiniger? pic.twitter.com/ooSLzIyNiI

— TECHBOOK (@techbook) 8. September 2016


Fazit

Dem Dyson gelingt es tatsächlich, die Luft in der Wohnung auch gefühlt zu erfrischen. Egal ob tagsüber bei geschlossenen Fenstern oder nachts, man hat viel seltener das Bedürfnis, die Wohnung lüften zu müssen. Es riecht nicht mehr muffig und alle unangenehmen Gerüche verschwinden. Angenehm ist auch die Tatsache, dass man selbst als Nicht-Allergiker morgens ohne eine verstopfte Nase aufwacht, wenn der Dyson im Schlafzimmer läuft. So trägt das Gerät bei empfindlichen Menschen maßgeblich zur Lebensqualität bei. Ob es einem 599 Euro wert ist, um wie Michael Jackson in seiner eigenen Luftwellnessoase zu wohnen, muss dann jeder selbst entscheiden.

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