So bedienen Sie Ihr iPhone mit nur einer Hand

Groß, größer, Smartphone! Die führenden Hersteller folgen mittlerweile der Entwicklung in Asien. Dort sind Handys mit riesigen Displays schon seit mehreren Jahren der absolute Renner. Während Apple damals beim iPhone 5 noch auf kompakte Maße setzte, sind jetzt große Geräte aus der Plus-Reihe angesagt. Dieses Jahr soll sogar noch eine XXL-Version des neuen iPhone X erscheinen.

Das Problem: Die zweihändige Bedienung ist in vielen Fällen einfach zu umständlich. Beim Versuch, ohne Halterung einhändig zu arbeiten, dürften viele Nutzer an ihre anatomischen Grenzen stoßen. Der kleine Finger muss dann nämlich als Stütze fungieren und beginnt schnell zu schmerzen. Ärzte warnen sogar vor Sehnenscheidenentzündungen. TECHBOOK stellt daher die besten Gadgets für die einhändige Bedienung vor und zeigt die Tücken der kleinen Helfer auf.

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Fingerhalterung

„Was hast du denn da hinten am Handy?“ Diesen Spruch bekommen Besitzer einer Fingerhalterung immer wieder zu hören. Dabei erweist sich dieses  Gadget in der täglichen Anwendung durchaus als nützlich. Die Schlaufe wird einfach mittig auf die Rückseite des Handys geklebt und sollte dann bombenfest halten. Vorsicht: Der Praxistest zeigt, dass die Halterungen auf Smartphones mit Glasrückseite manchmal verrutschen und sogar abfallen. Hier hilft eine Hartschalen-Hülle, die Haltbarkeit auf Leder-Cases kann der Hersteller nicht bestätigen.

 



Foto: Amazon

Die Schlaufe selbst ist zu Beginn straff und sehr eng, gibt mit der Zeit aber nach. Dadurch gleiten Ihre Finger nach wenigen Wochen leichter in die Halterung. Negative Auswirkungen auf die Sicherheit ergeben sich dadurch nicht. Das Produkt ist in mehreren Farben erhältlich und kann so auf das Smartphone abgestimmt werden. Aus ästhetischer Sicht beeinträchtigt das Gadget das Aussehen Ihres Geräts natürlich sehr. Die Halterungen lassen sich jedoch zumindest rückstandslos wieder entfernen.

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Pro

Contra

Popsocket

Die runden Plastikhelfer werden genau wie Fingerhalterungen auch auf die Rückseite des Handys geklebt. Der Popsocket kann in zwei Stufen ausgeklappt werden und bietet ebenfalls eine gute Handhabung. Im Vergleich zur Schlaufe ist das Gefühl bei der Nutzung aber zunächst noch etwas ungewohnter.

Dafür können Sie den Socket im ausgeklappten Zustand auch als Smartphoneständer verwenden. Da die Auflagefläche des Accessoires sehr klein ist, funktioniert das am Besten auf harten, ebenen Flächen. Optisch fällt der Popsocket natürlich auf. Das muss aber nicht negativ sein. Im Gegensatz zur Fingerhalterung ist hier genug Platz für Individualisierungen. Die Sockets gibt es nicht nur einfarbig, sondern auch mit verschiedenen Bildern auf der Rückseite.



Foto: Popsockets.com

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Pro

Contra

Finger Ring

Der Finger Ring ist eine Mischung aus Popsocket und Fingerhalterung. Einerseits lässt er sich ausklappen, andererseits umschließt er den Finger komplett und sorgt somit für mehr Sicherheit. Der Ring selbst lässt sich drehen. Darüber hinaus ist er kompakt und bietet eine schöne Optik, die sich aber doch eher an Frauen richten dürfte. Nicht umsonst gibt es eine Variante mit integriertem Mini-Spiegel. Die Standfunktion funktioniert selbst auf weichen Oberflächen.



Foto: Amazon

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Pro

Contra

Einhandmodus aktivieren

Zusätzlich zu den Hardware-Gadgets gibt es in den meisten Smartphones auch eine Softwareoption, die die einhändige Bedienung stark erleichtert. Der sogenannte Einhandmodus kann in den jeweiligen Einstellungen von Apple-, Android- und Windows-Geräten aktiviert werden.

Beim iPhone ist der Einhandmodus meist standardmäßig aktiviert, durch zweimaliges Drücken des Homebuttons rutschen alle App-Symbole in die untere Hälfte des Bildschirms. Manuell aktivieren Sie die Funktion bei iOS 11 in den Einstellungen unter Bedienungshilfen. Auf dem iPhone X verwenden Sie den Einhandmodus, indem Sie die Homebar am unteren Displayrand nach unten wischen.

Bei Windows 10 Mobile können Sie den gleichen Effekt erzielen, indem Sie den Start-Button lang drücken. Android selbst hat diese Funktion noch nicht integriert, Samsung und Huawei rüsteten bei diesem Thema selbst nach. Das Samsung Galaxy S8 ordnet die Apps nach einer entsprechenden Wischgeste einfach von rechts unten nach links oben an. Hier müssen Sie die Funktion allerdings manuell in den Einstellungen unter Erweiterte Funktionen aktivieren.

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