Grausame Farben, geschmacklose Gifs

Die hässlichsten Webseiten der Welt

Diese Website sieht schrecklich aus – und das mit voller Absicht.
Foto: www.lingscars.com / Screenshot

Sie sind viel zu bunt, spielen ungefragt Töne ab und nerven mit unzähligen Gifs: Gerät man in die falschen Ecken des Internets, können einem die Webseiten einen wahren Schauer über den Rücken jagen. TECHBOOK hat die schlimmsten Internetseiten ausfindig gemacht.

Zieht man so seine täglichen Bahnen durch das Internet, dann wird man glücklicherweise nur noch sehr selten wirklich schlechtem Design ausgesetzt. Zum einen weil Webseitenbetreiber inzwischen erkannt haben, wie unabdinglich ein guter Online-Auftritt ist, und zum anderen, weil es auch für Privatpersonen sehr einfach geworden ist, eine ansprechende Internetseite zu gestalten.

Das bedeutet aber nicht, dass es sie nicht mehr gibt: Die wirklich hässlichen Webseiten. Grausame Farbkombinationen, geschmacklose Gifs und ein Wust aus verschiedenen Schriftarten jagen in manchen Ecken des Internets immer noch einen Schauer über den Rücken – denn während einige Design-Verbrechen schlichtweg über die Jahre vergessen wurden und so immer noch für jeden öffentlich einsehbar sind, scheinen andere Seitenbetreiber den Look aus Gifs und irren Farben schon fast zu einer Kunstform erhoben zu haben – und brennen auf ihren Seiten ein wahres Feuerwerk des schlechten Geschmackes ab.

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Und weil wir so gern angesichts manch Webauftrittes erschaudern, hat TECHBOOK die hässlichsten Seiten des Internets ausfindig gemacht. So scheusslich, dass sie fast schon wieder schön sind.

lingscars.com

Was auf dieser Seite passiert, ist pure Absicht: lingscars.com ist ein Leasing-Unternehmen aus dem britischen Newcastle und setzt beim Online-Auftritt auf Auffallen um jeden Preis – und hat damit Erfolg. Chefin Ling Valentine, die jederzeit in der oberen linken Ecke per Webcam zu Beobachten ist, wurde mit ihrer außergewöhnlichen Webseite schon mehrfach in den Medien aufgegriffen und gehört zu den größten Autoverkäufern Großbritanniens.


Foto: Lingscars.com / Screenshot

heaven.internetarchaeology.org

Was passiert nach dem Tod? Und kann Ihnen ein Computer die Seele retten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Seite heaven.internetarchaeology.org und nimmt den Surfenden mit auf einen verrückten Trip von der Hölle Richtung Himmel, vorbei an unzähligen Gifs und kitschigen Bildern. Man muss dem Ersteller zu Gute halten: Diese Seite zu erstellen, muss viel Zeit und Mühe gekostet haben. Schöner wird sie dadurch allerdings nicht.


Foto: heaven.internetarchaeology.org / Screenshot

historianofthefuture.com

„Into the next Millenium“ heißt es auf dieser Seite eines selbsterklärten Zukunfts-Historikers, was bereits auf das Alter dieser Webseite hindeutet. Auf ihr bietet ein gewisser Charles Ostman seine Dienste in der Zukunfts-Forschung an und scheint damit genauso verschroben wie seine Webseite.


Foto: www.historianofthefuture.com / Screenshot

irishwrecksonline.net

Diese Seite ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine Website zwar schrecklich aussehen kann, aber deswegen nicht gleich schlecht sein muss: Denn hinter dem komplett veralteten Design von  irishwrecksonline.net verbergen sich jede Menge Informationen für Taucher, die an der irischen Küste nach Wracks von Schiffen tauchen wollen. Lässt man sich vom Look nicht abschrecken, dann ist diese Webseite tatsächlich einen Besuch wert.


Foto: irishwrecksonline.net / Screenshot

constellation7.org

Öffnet man diese Webseite, dann bekommt man zunächst eine Warnung, welchen Browser man am besten benutzen soll, dass man Java-Applets nicht blockieren dürfe und dass auch Flash für den vollen Genuss aktiviert sein sollte. Was einen dann auf constellation7.org erwartet, ist ein wahres Spektakel aus Tönen, grellen Farben, Animationen und wohl jeder Schriftart, die der Ersteller dieser Webseite finden konnte. Inhaltlich scheint die Seite eine bunte Mischung aus verschiedenen Verschwörungstheorien und Spielarten des Christentums zu sein.


Foto: /www.constellation7.org / Screenshot

suzannecollinsbooks.com

An sich ist suzannecollinsbooks.com gar nicht unbedingt hässlich, sondern nur heillos veraltet. Der Grund, warum es diese Seite dennoch in diese Liste geschafft hat, wird klar, wenn man sich bewusst wird, wer Suzanne Collins überhaupt ist – denn sie ist die Autorin der weltweit extrem erfolgreichen und auch verfilmten Buchreihe „The Hunger Games“. Dass eine so erfolgreiche Autorin sich da noch so eine Webseite leistet, lässt einen dann doch mit der Stirn runzeln. Aber offensichtlich hat es mit dem Erfolg auch ohne ansehnlichen Online-Auftritt geklappt.


Foto: suzannecollinsbooks.com / Screenshot

art.yale.edu

Ja, wirklich: Das ist der Internet-Auftritt der prestigeträchtigen Yale Universität im US-Staat Connecticut. Also zumindest der ihr angehörigen School Of Art, was diese Webseite eigentlich nur noch viel schlimmer macht. Denn während auf der Hauptseite der Universität wenig am Design auszusetzen ist, stellt sich die Frage bei der School Of Arts: Ist das Kunst oder kann das weg?


Foto: art.yale.edu / Screenshot

ronoslund.com

Ron Oslund scheint hobbymäßig Musiker zu sein und spielte in einer Band namens „Rosy Jo“. Er ist Fan von Prinzessin Diana und hat ihr ein Gedicht geschrieben. Und er benutzt die Suchmaschine AltaVista. Das erfährt man unter anderem über Ron, wenn man seine Internetseite ronoslund.com besucht, die er das letzte Mal vor 16 Jahren, am 16. August 2001, geupdated hat und die aussieht wie eine prototypische Webseite aus den 90ern – eine kleine, hässliche Zeitkapsel.

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