Bild.de Hier geht es zurück zu Bild.de

Schlechter Handy-Empfang?

Telekom-Kunden können sich jetzt eine eigene Mobilfunk-Antenne mieten

Mann mit Smartphone im Wohnzimmer
Wer Zuhause schlechten Handyempfang hat, kann sich jetzt eine eigene Mobilfunkantenne mietenFoto: Getty Images

Viele kennen das Problem, dass der Handyempfang im Freien zwar gut, in den eigenen vier Wänden aber eher mau ist. Die Gründe dafür können vielfältig sein. Die Deutsche Telekom bietet dafür jetzt aber eine Lösung an: eine eigene Mobilfunkantenne mit Booster. Was genau hinter dem Angebot steckt und für wen es sich eignet, verrät TECHBOOK.

Die Telekom nennt das neue Angebot Indoor Booster 5G. Es besteht laut Unternehmen aus einer Außenantenne und einem Booster, eine Art Repeater, der im Innenraum installiert wird. Durch die Geräte soll sich der Handyempfang in Wohnungen, Büros oder Häusern deutlich verbessern – das gilt sowohl für 4G als auch 5G. Doch so ganz ohne Haken kommt das Angebot nicht aus.

Telekom Indoor Booster 5G zunächst nur in Bayern verfügbar

Zunächst bietet die Deutsche Telekom den Indoor Booster 5G nämlich nur in Bayern an. Ob das Angebot in dem Bundesland für individuelle Kunden verfügbar ist, können sie über eine Verfügbarkeitsabfrage auf der Webseite der Telekom prüfen. Nach Ausfüllen des Formulars meldet sich der Netzprovider beim Kunden und klärt weitere Schritte ab.

So ohne Weiteres lassen sich die Außenantenne und der Booster nämlich nicht anbringen. Wie die Telekom schreibt, handelt es sich um eine feste Installation, die von speziellen Monteuren vorgenommen wird. Sie prüfen die optimale Position der Antenne anhand der Funkstärke und stellen sicher, dass es während des Betriebs zu keinen Störungen kommt. Der Kunde selbst kann und darf den Telekom Booster 5G nicht installieren.

Lesen Sie auch: Techniker zum Mieten – lohnt sich der Telekom-Service?

Die Außenantenne wird an der Hauswand angebracht und per Kabel mit einem Repeater (dem Booster) verbunden, der sich wiederum im Innenraum befindet. Letzterer benötigt zudem einen regulären Stromanschluss.

Telekom Indoor Booster 5G
Mit dem Indoor Booster 5G möchte die Telekom den Mobilfunkempfang in Innenräumen verbessernFoto: Telekom

Über das Kabel wird das Funksignal nahezu verlustfrei in den Innenraum geleitet, was dort den Handyempfang verbessert. Aufgrund dieser Installation an und durch die Hauswand ist eine Montage nur bei nachgewiesener Zustimmung des Gebäude-Eigentümers möglich. Für Eigenheimbesitzer dürfte der Indoor Booster 5G der Telekom also eine ideale Lösung bei ungenügender 5G-Funkleistung im Inneren sein. Für Bewohner einer Mietswohnung ist die Sache aber schwieriger. Sie benötigen das Einverständnis des Vermieters, um die Antenne und den Repeater befestigen zu können.

Voraussetzungen und Preise für den Betrieb

Abgesehen vom Einverständnis des Hausbesitzers müssen noch weitere Voraussetzungen für den Betrieb des Telekom Indoor Booster 5G erfüllt sein. Dies ist zuallererst eine ausreichende Funkversorgung von 4G bzw. 5G im Außenbereich. Der Empfang im Innenraum ist später nämlich nur so gut wie der im Freien. Interessenten müssen zudem einen Mobilfunkvertrag bei der Telekom besitzen.

Beim Indoor Booster 5G handelt es sich um ein Miet-Produkt der Telekom. Pro Monat berechnet der Provider einen Grundpreis von 19,95 Euro, die Hardware ist dabei bereits inklusive. Der Vertrag lässt sich dabei monatlich kündigen und kommt ohne lange Laufzeit aus. Beachten sollten Kunden allerdings die zu Beginn hohen Einmalkosten, die durch die Montage und Anfahrt des Installateurs zustande kommen. Hierfür berechnet die Telekom einmalig 139,90 Euro (Installationspauschale von 89,95 Euro und Anfahrt 49,95 Euro). Der Versand der Hardware schlägt zudem mit 6,95 Euro zu Buche.

Sofern ein Kunde den Vertrag kündigt, muss er die Hardware wieder an die Telekom zurückgeben. Die Außenantenne und der Indoor Booster 5G werden dann also wieder abgebaut.

Auf Anfrage von TECHBOOK gab die Telekom an, dass noch nicht feststehe, ob und wann das Unternehmen das Angebot deutschlandweit einführen wird. Wer aber außerhalb von Bayern Interesse hat, könne sich bundesweit auf der Webseite registrieren.