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Altlasten entsorgen

Social-Media-Sünden aus der Vergangenheit löschen

Frau versteckt sich hinter Smartphone
Manche Social-Media-Posts möchte man Jahre später nicht mehr im Internet sehenFoto: Getty Images

Nicht jeder Beitrag und nicht jedes Foto aus der persönlichen Social-Media-Karriere der vergangenen Jahre muss ein Glanzstück sein. Aber regelrecht peinliche öffentliche Beiträge sollte man besser finden und löschen.

Zahlreiche Menschen lassen andere übers Internet an ihrem Leben teilhaben. Sie posten Fotos von ihrem Essen, ihren Reisen, ihren Kindern und Hobbies, ohne groß darüber nachzudenken. Hinzu kommen nicht selten Kommentare zu aktuellen Lebenslagen, politischen Gegebenheiten oder anderen Situationen. Wer Jahre später auf diese Posts zurückblickt, findet da nicht selten das ein oder andere peinliche Bild oder Aussagen, die nicht mehr zum aktuellen Selbst passen. Hier ist es besser, die eigene Social-Media-Präsenz auszumisten und unpassende Beiträge zu löschen. TECHBOOK zeigt, wie das am besten gelingt.

Facebook

Ab ins Aktivitätenprotokoll, wo fast jede Nutzeraktion chronologisch erfasst wird, und das einzelne Änderungen erlaubt: Likes lassen sich entfernen, Beiträge löschen, Chronikeinträge überarbeiten. Wer seinen Auftritt im größten Social-Media-Netzwerk aufräumen und unpassende Beiträge löschen möchte, braucht den Experten zufolge jedoch Zeit, gegebenenfalls viel Zeit, wenn man Facebook täglich nutzt.

Tools, die man zum Bereinigen sinnvoll einsetzen könnte, gibt es für Facebook kaum. Eine Ausnahme ist jedoch die Erweiterung Social Book Post Manager für den Chrome-Browser. Sie bietet den Vorteil, viele Beiträge im Aktivitätenprotokoll in einem Rutsch zu bearbeiten.

Lesen Sie auch: Facebook macht das Löschen alter Beiträge leichter

Instagram

Fotos, Fotos, Fotos – das macht Instagram aus. Doch in den Storys finden sich bei genauerer Betrachtung sicher Bilder, die man bereut oder zumindest nicht mehr gerne sieht. Eine Empfehlung, um diese zu entfernen, lautet Cleaner for Instagram. Die App ist für Android erhältlich.

Google & YouTube

Die Suchmaschine ist natürlich kein soziales Netzwerk. Aber auch und gerade dort tauchen unter Umständen jede Menge Informationen über einen selbst auf – erwünschte wie unerwünschte, alte wie neue. Um stets im Bilde zu sein, was die Google-Suche zur eigenen Person findet, lohnt es sich daher, die Dauersuche Google Alerts einzurichten.

Der Dienst informiert automatisch per E-Mail über neue Treffer. Einen Alert sollte man nicht nur für den eigenen Namen, sondern auch für Benutzernamen oder Nicknames einrichten, die man bei verschiedenen Diensten und Netzwerken nutzt. Wer fürchtet, bei YouTube-Kommentaren übers Ziel hinausgeschossen zu sein, kann sich deren Verlauf anzeigen lassen und Beiträge im Social-Media-Netzwerk gezielt löschen.

Twitter

Peinliches Gezwitscher aus der Vergangenheit lässt sich auch mit Twitter-Bordmitteln verbannen. So bietet etwa die erweiterte Suche die Möglichkeit, ältere Posts gezielt nach Schlagworten zu durchsuchen. Tools externer Anbieter helfen den Experten zufolge aber schneller und bequemer beim Aufräumen. Einen guten Tweet-Überblick bietet beispielsweise Tweetdeleter. Die Liste, die der Dienst ausspuckt, lässt sich nach diversen Kriterien filtern, Tweets lassen sich direkt löschen.

Der Webdienst Tweetdelete hingegen kann Tweets automatisch verbannen, die älter als vom Nutzer festgelegt sind – einmalig oder regelmäßig automatisch. So lässt sich das Social-Media-Netzwerk sauber halten, ohne manuell immer wieder Beiträge löschen zu müssen. Das Tool Tokimeki Unfollow hilft hingegen beim „Entfolgen“. Es zeigt dabei nacheinander die jüngsten Tweets von Accounts an, und bietet jedes Mal die Option, dem jeweiligen Profil nicht länger zu folgen.