Social-Media-Experte erklärt

So blamieren sich Fußballer auf Facebook und Co.

Viele Fußballer unterhalten Ihre Fans im Netz mit skurrilen Aktivitäten.
Foto: Instagram / Christiano Ronaldo / antorocuzzo88 / ciroejessicaimmobile, picture alliance, Antoine Griezmann, Zlatan Ibrahimovic; Collage: TECHBOOK

Die eigenen Social-Media-Kanäle sind für die Top-Stars des Fußballs kein reiner Freizeitvertreib. Das verbreiten von Nachrichten und Fotos über verschiedene Plattformen kann den Marktwert eines Spielers steigern. TECHBOOK hat mit einem Experten über die Social Media-Aktivitäten von Fußballern gesprochen.

Die meisten Profi-Fußballer nutzen Social Media. Ob Facebook, Twitter oder Instagram – einige Star-Kicker haben sogar überall einen Account. Die Netzwerke sind eine gute Gelegenheit für die Sportler, um direkten Kontakt zu ihren Fans zu halten – und so sogar noch wertvoller zu werden, wie Prof. Dr. André Bühler vom Deutschen Institut für Sportmarketing im TECHBOOK-Interview erklärt. Doch falsches Verhalten kann auch ganz schön peinlich werden!

TECHBOOK: Welche Bedeutung hat Social Media für Profi-Fußballer?

Prof. Dr. Bühler: Social Media ist mittlerweile ein sehr wichtiges Vermarktungsinstrument. Und da sich Profifußballer bestmöglichst vermarkten wollen, müssen sie auf den gängigen Social-Media-Plattformen präsent sein – insbesondere da sich die werberelevante Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen verstärkt auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube tummelt. So werden im Netz beliebte Profifußballer auch für Sponsoren interessant. 

Haben die Aktivitäten Auswirkungen auf den Marktwert der Spieler?

Prof. Dr. André Bühler vom Deutschen Institut für Sportmarketing in Nürtingen

Prof. Dr. André Bühler vom Deutschen Institut für Sportmarketing in Nürtingen
Foto: Prof. Dr. André Bühler

Likes auf Facebook oder auch die Anzahl von Followern auf Twitter sind heutzutage eine wichtige Währung in der Sportlervermarktung und können daher auch den Marktwert eines Spielers beeinflussen. Der wichtigste Faktor in der Berechnung des Marktwerts ist aber immer noch die sportliche Leistungsfähigkeit und die prognostizierte Entwicklung eines Fußballers.

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Was kann dem Image schaden? Was sollten Spieler nie veröffentlichen?

Schädlich könnten plumpe Werbeversuche auf offiziellen Spieleraccounts sein, also wenn ein Spieler zu offensichtlich Werbung für einen seiner Sponsoren und dessen Produkte macht. Da haben viele Fans mittlerweile ein feines Gespür entwickelt. Ansonsten scheint es nicht viel peinliches zu geben, wie das Beispiel Cristiano Ronaldo zeigt, der sich halbnackt und in jeglicher Pose auf seinen Social-Media-Plattformen zeigt und dennoch dafür gefeiert wird.

Welcher deutsche Spieler macht besonders gute Social-Media-Arbeit?

In Sachen Social Media ist immer noch Mesut Özil das Maß aller Dinge. Er beziehungsweise die Agentur, die dahintersteckt, hat begriffen, wie man Sportler in Zeiten von Social Media vermarktet.

So sieht der Twitter-Account von Mesut Özil aus.

So sieht der Twitter-Account von Mesut Özil aus.
Foto: Twitter/Mesut Özil

Veröffentlichen die Spieler noch selber oder haben alle Agenturen dafür?

Kevin Großkreutz postet und instagramt noch selbst – solche Postings kann keine Agentur erfinden. Und das ist dann auch authentisch und für diese Authentizität wird Großkreutz von den Dortmunder und Stuttgarter Fans ja auch geliebt. Die überwiegende Mehrheit der deutschen Nationalspieler hat aber mittlerweile Agenturen eingeschaltet, die strategisch vorgehen und klar definieren, welche Botschaft über welchen Kanal zu welchem Zeitpunkt transportiert wird. Das mag den einen oder anderen Fan desillusionieren, aber schließlich geht es hier um sehr viel Geld.

Was waren die größten Social-Media-Pannen von Profi-Fußballern?

Interessant war der „Twitter Fail“ von Özil und Gündogan im August diesen Jahres: Da tauchte dann plötzlich ein Posting von Özil im Twitter-Account von Gündogan auf. Und nicht schlecht gestaunt haben die Facebook-Freunde von Bastian Schweinsteiger, als der mit der Ortsangabe „München“ einen Beitrag auf Facebook postete, während er gerade beim Abschlusstraining des FC Bayern in Madrid auf dem Platz stand.

So zeigen sich einige Fußballer auf ihren Social-Media-Kanälen:

Ein von Leo Messi (@leomessi) gepostetes Foto am

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Ein von Mario Balotelli???? (@mb459) gepostetes Foto am

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Ein von Cristiano Ronaldo (@cristiano) gepostetes Foto am