Kehrtwende

WhatsApp soll werbefrei bleiben – so geht's jetzt weiter

Der Messenger WhatsApp könnte ab sofort Werbeeinblendungen bekommen
Der Messenger WhatsApp bekommt erstmal keine Werbeeinblendungen
Foto: REUTERS

Es war der große Aufreger unter WhatsApp-Nutzern, als 2019 bekannt wurde, dass der Messenger in 2020 Werbung enthalten soll. Doch diese Pläne liegen nun offenbar auf Eis!

WhatsApp ist der beliebteste Messenger der Welt – trotzdem bereitet es dem Mutterkonzern Facebook ein Problem. Wirklich Geld verdienen lässt sich nämlich derzeit damit nicht. Klar, der Wert der Daten von mehreren Milliarden Nutzern ist nicht zu unterschätzen, ein Monetarisierungsmodell gibt es jedoch nicht. Genau deshalb macht Facebook mit WhatsApp seit Jahren schon Verluste. Schließlich kosten Server, Wartung und Weiterentwicklung der App Geld. Werbung wäre hier die Lösung, doch diesen Plan scheint Facebook für WhatsApp nun verworfen zu haben.

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Abteilung aufgelöst

Wie das Wall Street Journal berichtet, soll es bei WhatsApp eine eigene Abteilung gegeben haben, die sich um die Implementierung der Werbung gekümmert habe. Diese soll laut eines Insiders nun aber aufgelöst worden sein. Und nicht nur das – die bereits geleistete Arbeit, sprich versendeter Programmcode, soll darüber hinaus zurückgezogen werden. WhatsApp-Nutzer dürfte das natürlich erstmal freuen. Zu sicher sollten sie sich aber nicht sein, denn nur weil Facebook derzeit die Pläne verworfen hat, heißt dies nicht, dass WhatsApp für immer werbefrei bleibt.

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Wie geht es mit WhatsApp weiter?

Auch wenn WhatsApp aktuell keine Gewinne einfährt, möchte Facebook die Vormachtstellung seines Messengers halten. Aktuell mag es kaum vorstellbar sein, dass Nutzer WhatsApp in naher Zukunft den Rücken kehren werden. Doch ausruhen kann sich das Unternehmen darauf nicht. Ein falscher Move kann in Verbindung mit einem neuen starken Konkurrenten eine Wende in der Erfolgsgeschichte einläuten. Deshalb ist zu vermuten, dass WhatsApp erst dann mit einem Werbemodell kommt, wenn sie überzeugt sind, dass das Risiko tragbar ist. Die finanziellen Mittel hat Facebook dafür. Das Unternehmen ist also nicht zu einem überhasteten Schritt gezwungen.

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