Neuer Hygiene-Trend

In Japan gibt es jetzt Klopapier fürs Smartphone

Hilft nicht nur das Smartphone-Display zu reinigen, sondern versorgt auch mit nützlichen Infos: das Mini-Klopapier.
Hilft nicht nur das Smartphone-Display zu reinigen, sondern versorgt auch mit nützlichen Infos: das Mini-Klopapier.
Foto: NTT Docomo

Laut diversen Studien ist das Smartphone-Display eine wahre Oase für Bakterien und andere Krankheitserreger. Deswegen kam ein japanisches Mobilfunk-Unternehmen auf die Idee, Klopapier für Handys zu entwickeln. Kein Witz, die Mini-Klopapierrolle gibt es bereits in Toiletten am Narita Flughafen in Tokio.

Die Japaner haben ihre eigenen Hygienestandards, vor allem wenn es um das stille Örtchen geht. So staunt die westliche Welt immer noch über Japans futuristische Toiletten, die sprechen, sich selbst reinigen, Musik spielen, Duft spenden und damit den Gang aufs Klo zu einem wahren Wellness-Erlebnis machen.

Dieser Hygiene-Anspruch passt nun aber gar nicht zu dem, was sich normalerweise auf unseren Smartphones tummelt: Laut Studien können sich auf dem Display bis zu 25.000 Krankheitserreger versammeln – auf gerade mal 2,5 Quadratzentimetern. Einige sprechen sogar davon, dass öffentliche Toiletten weniger bakterienverseucht sind als unser geliebter digitaler Dauerbegleiter, der ab und an auch mal als Zeitschriftenersatz auf dem Klo dient.

So einfach geht das: Weg mit den Bakterien.

So einfach geht das: Weg mit den Bakterien.
Foto: NTT Docomo

Somit ist die Idee des Klopapiers fürs Smartphone gar nicht so absurd, wie sie zunächst scheint. Die Mini-Klorolle hängt einfach neben der regulären und schärft damit einfach das Bewusstsein für das Reinigen des Smartphone-Displays. Umgesetzt wird das Ganze von dem japanischen Mobilfunkanbieter NTT Docomo am Narita-Flughafen in Tokio. Laut The Guardian wurden bereits 86 Kabinen mit dem kleinen Papierabroller ausgestattet.

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Zudem ist das Papier mit nützlichen Infos beschriftet, wie man sich zum Beispiel mit dem WLAN-Netzwerk am Flughafen verbindet oder welche Apps sich für Reisende eignen.

Ob das alles nur ein Werbegag der Presseabteilung des Mobilfunkanbieters ist oder sich tatsächlich etablieren wird, zeigt sich wohl erst nach der Testphase, die noch bis März 2017 läuft.